Merhaba Istanbul Pt. 2

Nachdem ich euch ja gestern schon gezeigt habe, was wir an unserem ersten Tag in Istanbul so getrieben haben, folgt heute der zweite Teil meines Istanbul-Travel Diaries.

Da unser Ticket für die Bustour noch gültig war, haben wir den Tag gleich mit einer Rundfahrt begonnen und uns diesmal auf die blaue Tour begeben. Die Route führt aus der Altstadt hinaus durch die Vororte Istanbuls entlang des Goldenen Horns. Auch wenn die rote Tour die spannendere ist, gab es hier viel zu entdecken und wir haben uns ganz entspannt rund ums Goldene Horn führen und die Stadt auf uns wirken lassen._DSF3187

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Wieder am Sultanahmet-Platz angekommen, lag es nahe, sich endlich Hagia Sophia und Blaue Moschee anzusehen. Da bei letzterer wieder eine riesige Menschenmasse auf Einlass wartete, stellten wir uns bei der Schlange zur Hagia Sophia an, die zumindest ein bisschen kürzer war. Und dann hat uns ein Mann angesprochen, er sei hier Guide und ob wir ihn nicht buchen wollen, dann müssten wir nicht anstehen und außerdem würde er uns durch die ehemalige Moschee führen, kleiner Geschichtsunterricht inklusive. Ich kann mich leider nicht an seinen Namen erinnern sonst würde ich euch hier empfehlen, auf jeden Fall nach ihm Ausschau zu halten wenn ihr am Eingang zur Hagia Sophia steht (man sieht sein Gesicht ein bisschen am linken unteren Foto). Es war großartig, er wusste einfach so viel zu erzählen!  Die Führung hat etwa 40 Minuten gedauert und war sehr informativ und wahnsinnig interessant, vor allem für mich alten Geschichtsjunkie.

Als wir den Innenraum betreten haben ist mir wirklich kurz die Luft weggeblieben – so riesig, die Kuppel ist fast 56 Meter hoch und einfach nur wunderschön! Auf einem Foto kann man das nur schwer festhalten._DSF3263

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Nach der Zerstörung der beiden Vorgängerkirchen ließ Kaiser Justinian im Jahr 532 die prunkvolle, damals als Kirche errichtete Hagia Sophia („Heilige Weisheit“) unter Verwendung von sehr viel Marmor und Gold erbauen. Sie fungierte als Staatskirche, später auch als Krönungskirche. 1453 fiel Konstantinopel an die Osmanen, und Hagia Sophia wurde zur Moschee umgewandelt: Altar, Kreuze und Glocken wurden entfernt, Minarette angebracht, und weil in Moscheen Bilderverbot herrscht, wurden die Mosaike unter Putz gelegt und übermalt. _DSF3276

1934 wurde beschlossen, die Moschee in ein Museum umzuwandeln. Für 1000 Jahre war die Hagia Sophia das größte Bauwerk der Welt. Ich kann euch nur ans Herz legen, sich dieses Wunder an Baukunst anzuschauen, wirklich einmalig!_DSF3272

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Danach sind wir am Topkapi-Palast vorbei in den Gülhane-Park spaziert. Wir haben uns das Palastmuseum bei diesem Trip nicht angeschaut, das ist auf jeden Fall ein Fixpunkt für’s nächste Mal! Dafür haben wir umso mehr Zeit im Park verbracht und uns vom Duft der Hyazinthen berauschen lassen! Himmlisch!_DSF3279

_DSF3278Der Park ist eine wahre Ruheoase, wo Einheimische vom hektischen Trubel der Altstadt Abstand nehmen, um abzuschalten und neue Energie zu tanken. Überall sind riesige Beete aus Tulpen und anderen Blumen angelegt und es ist wirklich paradiesisch. Im Park befindet sich das „Setüstü Café“, von wo aus man einen herrlichen Blick über den Bosporus und auf die asiatische Seite von Istanbul hat. Außerdem kann man Sandwiches essen und Çay aus alten Çaydanlık (Teekessel aus Kupfer) trinken, während man die Seele baumeln lässt.

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Was man sich auch nicht entgehen lassen sollte, ist ein Besuch am ägyptischen Basar. Der Eingang ist gleich in der Nähe der Neuen Moschee, zu kaufen gibt es hauptsächlich Lebensmittel, aber auch Textilien, Schmuck und allen möglichen Krimskrams. Und es kann richtig eng werden, wenn man am späten Nachmittag dort ist.

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Nachdem wir den Abend bei ein paar Gin Tonic ausklingen ließen, mussten unsere Reisebegleiter am nächsten Morgen schon ganz früh den Heimweg antreten. Der Mister und ich haben uns einen richtig chilligen Sonntag gemacht, mit lange schlafen, ausgiebig frühstücken und in der Gegend herumstreifen. Wir waren auch total shoppingmotiviert – in Istanbul sind sonntags so gut wie alle Geschäfte geöffnet – haben aber nichts passendes gefunden, bis wir unseren Traumladen betreten haben: 290 sqm (Serdar-i Ekrem St. 27A, Galata). Allein schon das Interieur! Den Concept Store gibt es außer in Istanbul noch in Amsterdam und Zürich, und ich übertreibe nicht mal ein klitzekleines bisschen wenn ich sage, wir hätten gerne einmal ALLES mitgenommen! Jawohl. Alles. Das Problem ist nur, der Laden ist nicht günstig, und weil wir letzten Monat umgezogen sind, waren wir brav und vernünftig (ha!) und haben nur eine Geodesis-Kerze mitgenommen, als Housewarming-Präsent von uns für uns, quasi. Für alle, die demnächst nicht in einer der drei Städte live vor Ort sein können, gibt’s auch einen Onlineshop, schaut unbedingt mal vorbei! Vor lauter Begeisterung habe ich leider ganz vergessen, Fotos vom schönen Geschäft zu machen.

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Dafür habe ich bildlich festgehalten, wo wir einen kleinen Lunch hatten, nämlich bei Cha’ya Galata (Şah Kulu Bostan Sokak No. 22). Ein total süßer kleiner Laden mit winziger Terrasse und einer großen Tee-Auswahl.

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Danach sind wir weiter spaziert, um die kleinen Gässchen Galatas zu erkunden, haben Eis geschleckt und am Galatasaray-Platz den wohl teuersten Döner Kebab aller Zeiten gegessen (13 Euro…nicht normal). Wenigstens war er sehr groß und sehr gut, außerdem hatte das Lokal eine Dachterrasse, auf der wir die Abendsonne genießen konnten. Danach ging’s zurück ins Hotel, um recht früh ins Bett zu kommen. Am nächsten Tag wurden wir nämlich schon zeitig abgeholt und in die Istanbul Cerrahi – Klinik gebracht, wo aus meinem halbblinden Mister ein Adlerauge wurde.

Wie sich das zugetragen hat und was wir an unseren letzten Tagen in Istanbul noch gemacht haben, erfahrt ihr am Mittwoch im letzten Teil meines Travel Diaries. Bis dahin lass‘ ich euch noch ein paar schöne Impressionen da!_DSF3335

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C u Lovies!! xx Verena

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